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Projekt RAILHUC: Förderung des Eisenbahnverkehrs in CENTRAL EUROPE

Seit 2007 ermuntert die EU durch ihre Programme für Kohäsionspolitik und Territoriale Entwicklungszusammenarbeit die Regionen und Städte aus verschiedenen Mitgliedsstaaten, gemeinsam an verschiedenen Themen von gemeinsamem Interesse zu arbeiten. Dadurch sind auch viele Projektideen aus dem Bereich Verkehr entstanden. Eine davon wurde zu einem strategischen transnationalen Projekt weiterentwickelt, um die Zugänglichkeit und Verknüpfung der EU-Regionen voranzutreiben: RAILHUC.

Das Projekt „Railway Hub Cities and TEN-T network (RAILHUC)“ wird im Rahmen des EU-Programmes CENTRAL EUROPE durchgeführt und vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung kofinanziert. Geleitet wird das Projekt von der Region Emilia-Romagna in Italien. Die Projektpartner kommen aus Deutschland, Österreich, Polen, Ungarn, Slowenien, der Slowakei und der Tschechischen Republik. Die Kooperation auf einer transnationalen Ebene gibt ihnen dabei die einmalige Gelegenheit sich mit Problemen auseinanderzusetzen, die zwar alle betreffen, aber nicht von einzelnen Projektpartnern allein gelöst werden können: Während Hochgeschwindigkeits- und InterCity-Verbindungen in vielen CENTRAL EUROPE-Staaten modernisiert werden, ist dies bei Bahnen und Verkehrssystemen von regionaler und örtlicher Bedeutung nicht der Fall. Das Potential des Eisenbahnverkehrs zur Verknüpfung der CENTRAL EUROPE-Staaten kann damit nicht hinreichend ausgeschöpft werden.

Im Sinne des generellen Ziels einer Verbesserung des Bahnverkehrs im CENTRAL EUROPE-Gebiet ist RAILHUC bestrebt, die Zulauffunktion großer Bahnknoten-Städte und derer Regionen zu verbessern und die funktionale Integration und multimodale Kooperation zwischen Verkehrsknotenpunkten zu unterstützen. Die Partner werden Informationen austauschen, voneinander lernen und Erkenntnisse über gute Lösungen teilen, um allgemeine Konzepte für die bessere Integration von urbanem und regionalem Bahnverkehr in nationale und transnationale Netzwerke zu entwickeln, ohne dabei die speziellen Anforderungen der örtlichen Gegebenheiten außer Acht zu lassen. Dieses Vorgehen erfordert häufige Konsultationen und Runde Tische mit relevanten Akteuren inklusive der Bahn- und sonstigen Verkehrsunternehmen sowie der Infrastrukturanbieter, welche bestrebt sein werden die Flaschenhälse und Hindernisse, die die multimodale Integration erschweren, zu erkennen und nach möglichen Wegen für deren Beseitigung zu suchen.

Eine Bestandanalyse von Engpässen wird zur Ausarbeitung von strategischen Planungsdokumenten führen, welche langfristige Ziele für die Knoten-Integration sowie diesbezügliche konkrete infrastrukturelle, betriebliche und verwaltungstechnische Maßnahmen festlegen sollen. Dabei werden möglichst Synergien mit bereits laufenden Maßnahmen gesucht. Basierend auf einer breiten Teilnahme von Interessensgruppen und Entscheidungsträgern in diesem Prozess beabsichtigt RAILHUC, seine Ergebnisse auf ein breites Spektrum von Meinungen und Standpunkten zu gründen, um damit eine langfristige Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Eine weitere Verbreitung der Projektergebnisse wird durch deren Einfließen in politische Maßnahmen im jeweiligen örtlichen Zusammenhang gesichert. Die Partner verpflichten sich dabei, operative Vereinbarungen zu den ausgewählten Zielen zu erreichen, und helfen allen Hauptakteuren, RAILHUC-Lösungen zu implementieren und die Pläne für die Knoten-Integration langfristig anzuwenden. Darüber hinaus werden die gewonnenen Erkenntnisse, Erfahrungen und Schlussfolgerung in einer transnationalen Strategie für den Bahnverkehr in CENTRAL EUROPE zusammengefasst.

RAILHUC hat deshalb nicht nur den Anspruch, den Bahnverkehr und die multimodale Verkehrsintegration in CENTRAL EUROPE voranzutreiben, sondern auch sein Know-how und innovative Lösungen auf andere EU-Staaten und Regionen zu übertragen.

 

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